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Lufthansa fordert Schadenersatz wegen Aschewolke durch Vulkanausbruch

Lufthansa fordert Schadenersatz wegen Aschewolke durch Vulkanausbruch

Die Lufthansa fordert jetzt für die Flugausfälle bedingt durch die Aschewolke des Vulkanausbruchs auf Island Schadenersatz. Ein Sprecher der Lufthansa hat am Montag verkündet, dass man selbstverständlich wegen der Flugausfälle, die im April durch die Aschewolke des Eyjafjallas ausgelöst wurden, Erstattung des Schadens erhalten soll.

Derzeit sei zwar die Gesamthöhe der Ausfälle, die durch die immer wiederkehrenden Flugverbote bedingt sind nicht bekannt, aber die Airlines sollten entsprechende Entschädigung bekommen, so die Haltung der Lufthansa. Es sei genau zu prüfen, wer die Verantwortung für die Luftraumsperren trägt.

Die Flugverbote im April haben die Lufthansa ungefähr 200 Millionen Euro gekostet. Wie hoch die Ausfälle angesichts der aktuellen Lage und der neuerlichen temporären Sperren europäischer Lufträume werden, kann man noch nicht sagen.

Immer wieder behindert die Aschewolke des Eyjafjallas den europäischen Luftverkehr. Am vergangenen Wochenende waren auch wieder Flughäfen in Deutschland von Schließungen betroffen. Die Lufthansa wirft der Europäischen Flugsicherheitsbehörde Eurocontrol und der Deutschen Flugsicherung (DFS) komplettes Versagen vor. Aus Sicht der Lufthansa seien die Flughafen-Schließungen des vergangenen Wochenendes „völlig unnötig“ gewesen. Es sei eine Notwendigkeit solch weitreichende Entscheidungen nicht auf Grundlage von Computermodellen, sondern von Messungen zu treffen, so wie es zuletzt in der Schweiz geschehen ist.