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Loveparade-Katastrophe Duisburg: Ermittlungen gegen 16 Personen – OB Sauerland außen vor

Loveparade-Katastrophe Duisburg: Ermittlungen gegen 16 Personen – OB Sauerland außen vor

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Ein halbes Jahr hat es gedauert. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft Duisburg anlässlich der Loveparade-Katastrophe 2010 gegen 16 Personen. Nicht im Visier der Ermittlungen steht Duisburgs Oberbürgermeister Sauerland.

Er tritt nach wie vor nur wenig in der Öffentlichkeit auf. Rainer Schaller, der Lopavent-Veranstaltungs-Chef der Loveparade steht ebenfalls nicht im Fokus der Ermittlungen. Ermittelt hingegen wird gegen elf Mitarbeiter und Beamte der Duisburger Stadtverwaltung, vier Mitarbeiter der Firma Lopavent und einen Polizisten.

Von Sauerland war zu hören, dass keiner der städtischen Mitarbeiter seine Amtspflichten verletzt habe. Er wolle seine Kollegen mit allen Mitteln unterstützen. Gegen die genannten Personen bestehe ein Anfangsverdacht der fahrlässigen Körperverletzung und der fahrlässigen Tötung. Ermittelt könne auch noch gegen weitere Beschuldigte werden, so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Bis heute wurden 2.100 Menschen vernommen: 1.300 Loveparade-Teilnehmer und Zeugen, 236 Polizisten, 351 Feuerwehrleute und Rettungskräfte. Des weiteren Mitarbeiter von Lopavent, Sicherheitsdienste und Beschäftige der Stadt Duisburg.

Auf der Loveparade war es am 24. Juni zu einer Massenpanik gekommen, bei der 21 Menschen ihr Leben verloren. Oberbürgermeister Sauerland war in die öffentliche Kritik geraten, indem er sich nie richtig zur Katastrophe geäußert hatte, sich nicht entschuldigte, keine Verantwortung übernehmen wollte und sich einfach durch Verbarrikadierung Fragen und Stellungnahmen entzog.