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Loveparade: Erster Verantwortlicher gesteht Fehler ein

Loveparade: Erster Verantwortlicher gesteht Fehler ein

Zum ersten Mal gibt ein Verantwortlicher der Loveparade einen Fehler öffentlich zu.

„Ich hätte dringlicher auf die Probleme hinweisen müssen“, sagte der Psychologe Carsten Walter im Interview mit dem „Spiegel“. Zudem erhebt er schwere Vorwürfe gegen die ortsansässige Polizei und widerspricht den Aussagen der Polizei. Die Aufgabe des Crowd-Managers Walter bestand darin, die Besucherströme auf dem Gelände der Veranstaltung zu regulieren.

Er sagte dem Bericht zufolge weiter, dass er schon Stunden bevor das Unglück passierte das Gefühl hatte, dass bei der Veranstaltung etwas schieflaufe. Das Gelände aber eigenmächtig abzusperren lag nicht in seiner Entscheidungskompetenz.

Der Crowd-Manager erhob zudem schwere Anschuldigungen gegen die örtliche Polizei. So hatten er und ein Beamter „geschätzte 45 Minuten“ gebraucht um die Polizeiführung zu erreichen. Das Problem sei dabei gewesen, dass der Polizist zum einen „definitiv“ kein Funkgerät hatte und zum anderen das Handynetz überlastet gewesen sei. Damit widersprach Walter den Schilderungen der Polizei im Düsseldorfer Landtag.