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Lokführerstreik: Millionen Fahrgäste bundesweit betroffen – nichts geht mehr

Lokführerstreik: Millionen Fahrgäste bundesweit betroffen – nichts geht mehr

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/bjoern/1490166953/sizes/m/in/photostream/##bjoern
Streik und kein Ende. Jetzt legt die GDL (Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer) erst richtig los! Allerdings nicht beim Zugfahren sondern Zugblockieren.

800 Lokführer streiken zur Zeit flächendeckend und so kommt es bundesweit wieder zu heftigen und nicht absehbaren Störungen im Personenbeförderungs- und Güterbahnverkehr. Erneut sind Chaos und verärgerte Reisende angesagt.

Am stärksten betroffen sind große Bahnhöfe. In Berlin, Frankfurt und München geht kaum noch etwas. Die Lokführer begannen nach einer eindeutigen Urabstimmung mit einem Ja zum Streik mit ihrer Arbeitsniederlegung bereits um 4.00 Uhr beim Personenverkehr. Ebenso wird der Güterverkehr bis 10.00 Uhr bestreikt. Ausfälle und Verspätungen gibt es bereits massenhaft und die Menschen müssen sich wohl heute noch länger auf Chaos einstellen, denn so schnell gelingt es der Bahn sicherlich nicht, die Zugfahrten danach wieder schnell ins „Gleis“ zu bringen.

GDL-Chef Weselsky ist weit davon entfernt, auch nur im geringsten einzulenken und warnt vor weiteren Streiks, bittet die Reisenden allerdings auch um Verständnis. Nach wie vor will die GDL mit dem Streik einheitliche Tarifverträge für die 20.000 Lokführer der Deutschen Bahn durchsetzen Von der Bahn selbst kommt heftigste Kritik.

Es bleibt abzuwarten, ob die Bahnreisenden, die bisher viel Verständnis für die Lokführer aufgebracht haben, auch noch weiterhin zu den ständigen Bahnausfällen und den damit entstehenden Zeitproblemen stehen. Die beteiligten Tarifpartner müssen endlich wieder an den Verhandlungstisch und schnell zufriedenstellende Lösungen für beide Seiten gefunden werden.