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Lohnverzicht jetzt bei Supermarktkette Kaiser’s/Tengelmann

Lohnverzicht jetzt bei Supermarktkette Kaiser’s/Tengelmann

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/timmey/430725066/sizes/m/in/photostream/##Timmey
Die Energiekonzerne, Pharmaunternehmen und auch Aldi platzen vor Gewinneinnahmen. Und immer mehr Menschen, bei denen es „nur“ um ihren Lebensunterhalt geht müssen auf immer mehr verzichten.

Wo driftet Deutschland hin, was ist aus diesem trotzdem noch so reichen Land geworden. Nur die Reichen werden immer reicher, allerdings im Gegensatz dazu werden auch die Armen immer ärmer.

Jetzt sind die Angestellten der Supermarktkette Tengelmann/Kaiser’s dran. 21.000 Beschäftigte müssen sich auf Lohneinbußen und Verzicht einstellen. Das Unternehmen ist nach Angaben der Gewerkschaft ver.di in Schieflage gerutscht.

Der Konzern will in einem sogenannten „Zukunftssicherungstarifvertrag“ mit der Gewerkschaft ver.di die Bedingungen aushandeln, wie sich die Mitarbeiter an der Rettung des Unternehmens beteiligen können. Verhandlungsbeginn soll am 24. September sein. Bis Ende des Jahres will man zu einer Lösung kommen.

Erivan Haub (Tengelmann-Chef) bestätigte, dass zeitlich befristet auf Teile der Sondervergütungen, Weihnachts- und Urlaubsgeld verzichtet werden soll von den Beschäftigten. Die gesamte Mülheimer Unternehmensgruppe konnte allerdings ihren Umsatz sogar im Krisenjahr 2009 um 2,6 Prozent auf 11,3 Milliarden Euro steigern. Trotzdem sei Kaiser’s/Tengelmann noch nicht über den Berg. Konkrete Zahlen werden aber nicht genannt.

Um einen Vertrag, der die Zukunft sicher soll, bis Ende des Jahres zu erhalten, hat ver.di Kompromissbereitschaft signalisiert. Bedingung sei aber, dass eigene Wirtschaftsprüfer vor den Verhandlungen sich die Bilanzen des Konzerns anschauen könnten.