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Lohnt sich die private Krankenversicherung?

Lohnt sich die private Krankenversicherung?

Das Sozialsystem in Deutschland ruht auf fünf Säulen und eine dieser Säulen ist die gesetzliche Krankenversicherung. Jeder, der in Deutschland lebt und einer Tätigkeit nachgeht, der muss auch krankenversichert sein. Ob es sich dabei um die gesetzliche oder um eine private Krankenversicherung handelt, spielt dabei keine Rolle. Seit der letzten Gesundheitsreform entscheiden sich immer mehr Menschen für eine private Krankenversicherung, und das hat seine Gründe.

Die bessere Leistung

Wer in der gesetzlichen Krankenversicherung ist, der ist zwar im Krankheitsfall abgesichert, aber die Leistungen entsprechen nur einer Basisversorgung. Wer zum Beispiel zu einem Heilpraktiker gehen möchte oder sich mit Akupunktur behandelt lassen will, der muss das aus eigener Tasche bezahlen, die GKV kommt dafür nicht auf. Besonders deutlich wird der Unterschied zwischen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung aber, wenn es um die Zähne geht. Auch hier zahlt die gesetzliche Krankenkasse nur einen festen Beitrag und der ist niedrig. Alle, die Implantate oder schicke Keramikverblendungen haben wollen, müssen diese teuer bezahlen. Das gilt auch für den Aufenthalt im Krankenhaus, denn wer in einem Einzelzimmer mit Chefarztvisite liegen möchte, der sollte privat krankenversichert sein, die gesetzlichen Kassen kommen dafür nicht mehr auf. Ob teure Medikamente oder Brillen, Hörgeräte oder Gehhilfen, schnelle Termine beim Arzt oder moderne Diagnostikgeräte – die gesetzlichen Kassen zahlen nur ein Minimum, wer etwas Besseres haben will, der muss sich privat versichern. Leider können sich nicht alle Arbeitnehmer privat versichern, denn die PKV steht nur einigen Berufsgruppen und besser verdienenden Arbeitnehmern offen.

Für wen lohnt sich die private Krankenversicherung?lohnt sich eine private Krankenversicherung

Beamte und Selbstständige können sich privat versichern, aber auch alle, die mindestens 52.200,- Euro im Jahr verdienen. Wer sich privat versichern möchte, der sollte zunächst einmal überlegen, ob sich diese Versicherung überhaupt lohnt. Sicher kann man bei der PKV die Tarife selbst bestimmen, aber man sollte immer bedenken, dass jede Mehrleistung auch mehr Geld kostet. Sinnvoll ist immer eine Zahnzusatzversicherung, denn jeder möchte schließlich ein schönes Lächeln mit weißen und gesunden Zähnen haben. Wer in jungen Jahren eine private Krankenversicherung abschließt, der zahlt kein Vermögen, bekommt aber eine gute Leistung. Für ältere Arbeitnehmer ist eine private Krankenversicherung nur bedingt zu empfehlen, denn wenn mehr Medikamente gebraucht und die Besuche beim Arzt häufiger werden, dann kann eine private Krankenversicherung schnell zu einer großen finanziellen Belastung werden. Bedenken sollte man aber auch, dass es aus der PKV kein zurück in die GKV gibt, wer einmal privat versichert ist, der muss es auch bleiben. Auch wenn die Leistungen der privaten Krankenversicherungen deutlich besser sind als in einer gesetzlichen Krankenversicherung, es gibt einen Nachteil, denn die private Krankenversicherung ist keine Familienversicherung, jedes Familienmitglied muss separat versichert werden.

Fazit

Nie wieder wochenlang auf einen Arzttermin warten, im Krankenhaus immer erste Klasse liegen und von den neusten Medikamenten profitieren – das alles ist mit einer privaten Krankenversicherung möglich. Wenn aber die ganze Familie zu einem Tarif versichert werden soll, dann empfiehlt es sich, in der gesetzlichen Krankenversicherung zu bleiben.