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Liechtensteiner Banken zahlen Strafe im Steuerverfahren

Liechtensteiner Banken zahlen Strafe im Steuerverfahren

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/tm-tm/3490138533/##tm-tm
Liechtensteiner Banken kaufen sich im Rahmen des Steuerverfahrens gegen den ehemaligen Chef der Post Klaus Zumwinkel mit 50 Millionen Euro frei. Auch die Staatsanwaltschaft in Bochum hat gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“ bestätigt, dass das Verfahren vorläufig eingestellt sei. Sobald die Geldbußen tatsächlich gezahlt sind wird das Verfahren wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung endgültig eingestellt.

Die Strafe teilt sich wie folgt auf: 46,35 Millionen Euro werden von der LGT Group und deren ehemalige Tochter LGT Treuhand übernommen. Die restlichen 3,65 Millionen Euro werden von den 45 beschuldigten Mitarbeitern der LGT Treuhand übernommen.

Mit der Entscheidung das Verfahren gegen eine Strafe einzustellen ist allen Seiten gedient, denn das deutsche Staatssäckel wird mit 50 Millionen Euro gefüllt und die Helfer, der deutschen Steuerhinterzieher in Liechtenstein kommen ohne Prozess davon.

Grundlage für das Verfahren war eine CD, die Daten von mutmaßlichen deutschen Steuerhinterziehern enthalten hat. Aufgrund des Kaufs der CD und der darauf enthaltenen Informationen konnten unzählige Steuerstrafverfahren in die Wege geleitet werden. Auch das Wohnhaus von Klaus Zumwinkel ist im Februar im Zuge der Ermittlungen einer Razzia zum Opfer gefallen. Der ehemalige Chef der Postbank wurde vom Landgericht in Bochum im Januar 2009 zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Zumwinkel hatte seiner Zeit Millionensummen in einer Stiftung angelegt, die von der LGT verwaltet wurde. Die Millionenbeträge hatte er dem Fiskus vorenthalten.