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Libyen Krise: Saudi-Arabien zieht Steigerung der Ölexporte in Erwägung

Libyen Krise: Saudi-Arabien zieht Steigerung der Ölexporte in Erwägung

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Saudi-Arabien ist der weltweit größte Exporteur von Erdöl. Aufgrund der Krise in Libyen ziehen die Saudis in Erwägung ihre Erdöl-Exporte zu erhöhen. Saudi-Arabien will die Engpässe, die durch die fehlende Belieferung mit Öl aus Libyen entstehen, somit ausgleichen.

Hierfür sind saudi-arabische Vertreter in intensive Gespräche mit den Raffineriebetreibern in Europa getreten. Saudi-Arabien habe bei den Raffinerien in Europa angefragt wieviel Erdöl und in welcher Qualität benötigt werde. Besonders sind die Ölkonzerne Repsol aus Spanien und Eni aus Italien von der Krise in Libyen betroffen, die von hier einen Teil ihres Öls beziehen und aufgrund der Krise derzeit ihre Produktion stoppen mussten.

Vertreter der Opec hatten schon in den zurückliegenden Tagen wegen der Zustände in Libyen angeboten, dass Saudi-Arabien die Lieferengpässe, die entstehen, bereit ist auszugleichen. In Europa ist man in weiten Teilen auf die Öllieferungen Libyens angewiesen. Bis zu 80 Prozent der Ölexporte Libyens gehen nach Europa. Es geht um ein Volumen von 1,3 Millionen Barrel täglich.

In den vergangenen Tag hat sich bereits der Ölpreis drastisch nach oben bewegt. Die Unsicherheit am Ölmarkt treibt die Preise immer weiter in die Höhe. Durch das Eingreifen Saudi-Arabiens könnte diese Entwicklung gedämpft werden.