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Libyen: Kämpfe gehen erbarmungslos weiter – Obama vorsichtig für Militärmaßnahmen

Libyen: Kämpfe gehen erbarmungslos weiter – Obama vorsichtig für Militärmaßnahmen

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/sierragoddess/5470644875/sizes/m/in/photostream/##sierragoddess
Ein Ende der Katastrophe in Libyen ist nicht abzusehen. Gaddafi geht mit immer härten Mitteln gegen sein eigenes Volk vor. Die Luftwaffe flog erneut schwere Angriffe gegen die Demonstranten oder möchte man sie auch Rebellen nennen.

Zehntausende sind mittlerweile auf der Flucht und es werden immer mehr. Nun kündigte US-Präsident auf einer Pressekonferenz eine Luftbrücke für die Flüchtlinge an. Bisher hatten sich die Vereinigten Staaten sehr zurückhaltend über eine Flugverbotszone geäußert, jetzt schloss Obama einen Militäreinsatz nicht mehr aus.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle hält bisher auch die Zeit für ein Flugverbot noch nicht für gekommen. Dagegen sprachen sich Frankreich und Großbritannien grundsätzlich dafür aus. Obama sagte, dass er sein Außenministerium angewiesen habe, alle Optionen genau zu prüfen, was jetzt am besten für die Menschen in Libyen sei.

Die Lage – auch an der Grenze zwischen Libyen und Tunesien – wird immer dramatischer. Es kommen ständig neue Flüchtlinge und die internationale Hilfe läuft nur langsam an. Heute werden geflohene ägyptische Gastarbeiter in ihrer Heimat verbracht mit drei deutschen Marine-Transportschiffen der Bundeswehr, die angekommen sind. Obama hat angeordnet, ägyptische Flüchtlinge mit der US-Airforce außer Landes zu bringen.