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Libyen: Jetzt kämpfen Gaddafi-Truppen mit geächteten Streubomben

Libyen: Jetzt kämpfen Gaddafi-Truppen mit geächteten Streubomben

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/julien_harneis/234782047/sizes/m/in/photostream/##Julien Harneis
Die Nato hat in Deutschland getagt, man weiß nicht recht weiter, so scheint es zumindest und im geschundenen Libyen lässt der Diktator Gaddafi jetzt unverdrossen weltweit geächtete Streubomben einsetzen.

Nach Angaben von Rebellen und Bestätigungen von Menschenrechtsorganisationen wurde die schwer umkämpfte Stadt Misrata durch die abgeschossenen Streubomben bis aufs äußerste traktiert. Die libyische Regierung, wer hätte es auch anders erwartet, bestreit dies und erklärte solche Behauptungen für surreal.

Human Rights Watch (HRW) bestätigt diesen Einsatz ebenfalls. Laut einem Sprecher dieser Organisation wurden sogar in Wohngebieten mindestens drei Streubomben gefunden. Auch ein New York Times-Reporterteam berichtete über die so gefährlichen eingesetzten Streubomben.

Bei Streumunition handelt es sich um Bomben, die sich über einem Gebiet öffnen und unglaublich viele kleinere Sprengsätze auf den Boden niedergehen lassen. Viele dieser sogenannten Bomblets öffnen sich auch am Boden als Blindgänger nicht und sind dann umso gefährlicher. Sie können bei der geringsten Annäherung noch explodieren. Seit August 2010 ist die Produktion, Lagerung und auch die Verwendung dieser Munition durch eine Konvention international geächtet.

Auf weitere schrecklichen Waffen könnte Gaddafi im Laufe des Krieges möglicherweise auch noch zugreifen in der letzten Verzweiflung eines irren Despoten, nämlich Senfgas. In seinen Arsenalen gibt es viele Reserven dieses Teufelsgiftes. Es ist zu hoffen, dass die Nato sich endlich zu einem Entschluss durchringen könnte, den Diktator auf irgendeine Art und Weise endlich auszuschalten, damit das jetzt schon so entsetzlich gestrafte Volk zur Ruhe kommt und eine neue friedliche Regierung gebildet werden kann für eine bessere Zukunft der Menschen in Libyen.