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Lebensversicherungen: Rendite sinkt weiter – Spareffekt am Boden

Lebensversicherungen: Rendite sinkt weiter – Spareffekt am Boden

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/yourdon/2626095227/sizes/m/in/photostream/##Ed Yourdon
Wer eine Lebensversicherung als Sparanlage besitzt merkt immer mehr, dass es nur für die Versicherungsgesellschaft ein lohnendes Geschäft ist. Für die Klienten lohnt es sich kaum noch. Und es wird noch schlimmer. In diesem Jahr wollen knapp 50 Prozent der Anbieter ihre Renditen senken.

Noch ist die Lebensversicherung die beliebteste Form der Sparanlage. Immerhin sind derzeit 2,5 Billionen Euro in 91 Millionen Verträge in Deutschland investiert. Allerdings muss man hier fairerweise anmerken, dass dieser Umstand hauptsächlich den knapp 170.000 gebundenen Versicherungsvertretern geschuldet ist. Wer sich unabhängig von einem Versicherungsmakler oder Finanzberater beraten lässt hat in aller Regel kaum noch eine Kapitallebensversicherung.

Hintergrund sind die gesunkenen Garantiezinsen. Aktuell liegen diese noch bei 2,25 Prozent für Neuverträge. Allerdings auch nur noch bis zum Juli, dann sinken diese auf 1,75 Prozent, geht es nach dem Willen der Finanzverwaltung. Als wäre das nicht genug senken jetzt auch noch die Lebensversicherer ihre Überschussbeteiligung. Von 40 Unternehmen senken 23 ihre Überschussbeteiligung um 0,4 Prozentpunkte. Die Überschussbeteiligung lag bestenfalls ohnehin schon nur bei maximal 1,5 Prozent.

Die meisten Versicherer haben auch in den vergangenen Jahren jedoch nur 1,0 Prozent Überschussbeteiligung gewährt. Zieht man hier die 0,4 Prozentpunkte ab, dann kommt man nur noch auf eine Überschussbeteiligung von 0,6 Prozent. Setzt das Finanzministerium seine Pläne durch und sinkt dann auch noch im Juli der Garantiezins, dann bleiben den Sparern innerhalb von Lebensversicherungsverträgen künftig nur noch insgesamt 1,35 Prozent Rendite. Ein wahrliches Minusgeschäft, wenn man bedenkt, dass die durchschnittliche Inflationsrate in Deutschland auf zehn Jahre gesehen bei 1,5 Prozent liegt. Da ist mit den Leistungen, die aus der maroden Deutschen Rentenversicherung zu erwarten sind die Altersarmutsfälle schon jetzt vorprogrammiert.