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„Leben oder gelebt werden“ – Neues Buch über Altkanzler Kohl

„Leben oder gelebt werden“ – Neues Buch über Altkanzler Kohl

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/springfeld/4967518738/sizes/m/in/photostream/##springfeld
„Leben oder gelebt werden“, so heißt das neueste Buch über Altkanzler Helmut Kohl. Nur das es dieses Mal von seinem ältesten Sohn Walter Kohl geschrieben wurde. Das Buch ist eine Autobiographie Walter Kohls.

Auf 274 Seiten liest man, wie der Sohn mit dem Vater abrechnet. Man kann es schon als eine Anklage sehen, wenn man manche Sätze, die „Focus“ veröffentlicht hat, aus dem Buch zitiert. Zum Beispiel habe er vom Tod seiner Mutter Hannelore erst durch Juliane Weber, der damaligen Büroleiterin seines Vaters Helmut Kohl am Telefon erfahren.

Sein Vater selbst unterrichtete ihm vom Tod seiner Mutter durch ein Telegramm. Auch war der älteste Sohn des Ex-Kanzlers nicht bei der Hochzeit mit der 34 Jahre jüngeren Maike Richter 2008 zugegen.

Weiter liest man, dass Helmut Kohls wahre Familie die CDU gewesen sei. Bis zu Suizid-Gedanken geht die ehrliche Niederschrift Walter Kohls. Alle klärenden Gespräche, die er mit seinem Vater geführt habe seien gescheitert und endeten mit Streit und neuem Schmerz.

Es ist eine schmerzliche Anklage, vielleicht auch eine Abrechnung. Bis zum heutigen Tage gab es keine Versöhnung. Auf des Sohnes direkte Frage an seinen Vater , ob er die Trennung wolle, anwortete der Altkanzler mit einem Wort „Ja“. Walter Kohl meint abschließend, dass er trotz Trennung von seinem Vater seinen Frieden mit ihm gemacht habe. Es wäre ihm zu wünschen. Denn es ist zu bezweifeln, ob Helmut Kohl heute noch in dem Zustand ist, dass er das alles so richtig erfassen könnte. Bei seinen äußerst seltenen Auftritten in der Öffentlichkeit sieht es nicht unbedingt danach aus.