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Langzeitarbeitslose sollen mehr Geld bekommen

Langzeitarbeitslose sollen mehr Geld bekommen

Die Neuregelung von Hartz IV steht an. Eines der Themen der Hartz IV-Reform ist beispielsweise, die von der Familienministerin Ursula von der Leyen ins Feld geführte Bildungskarte. Allerdings ist mittlerweile unklar, ob diese eingeführt wird, denn von der Leyen besteht nicht auf deren Einführung.

Wie es scheint sollen die Länder künftig mehr Spielraum bei Entscheidungen erhalten. Besonders, wenn es um Nachhilfeunterricht oder Mitgliedschaften in Vereinen geht, soll es künftig möglich sein, Sach- und Dienstleistungen als entsprechenden Gegenwert zu leisten.

Der Gesetzentwurf soll noch am Montag an die anderen Minister von Ursula von der Leyen versendet werden. Schon ab dem kommenden Jahr sollen Kinder aus Hartz IV-Familien Zusatz-Leistungen erhalten. Von der Agentur für Arbeit sollen künftig Ausgaben übernommen werden, die sich auf Schulausflüge, Schulmaterial und Nachhilfe beziehen. Auch ein Mittagessen, das im Kindergarten oder der Schule angeboten wird, kann dann von den Jobcentern übernommen werden.

Außerdem hat von der Leyen vor, die Zusatz-Leistungen über eine Chipkarte abrechnen zu lassen. Ob sich eine Chipkarte bundesweit umsetzen lässt wird sich zeigen. Zunächst soll in einigen Modellregionen deren Einsatz erprobt werden. Die Zusatzleistungen als reine Geldleistungen an die Eltern zu gewähren wird hingegen abgelehnt.