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„Ländle“ und Mappus unter Druck: EnBW-Milliarden-Deal durch Freund Notheis

„Ländle“ und Mappus unter Druck: EnBW-Milliarden-Deal durch Freund Notheis

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/gruene_bawue/4830152140/sizes/m/in/photostream/##GRÜNE Baden-Württemberg
Für Ministerpräsident Mappus war es ein tolles Geschäft. Außer Spätzle, Sparbuch, Gesangbuch und Grundbuch, was jeder Schwabe braucht, hat er jetzt beim Stromversorger EnBW für den Steuerzahler, so wird es von ihm dargestellt, kosteneutral 45 Prozent Anteile erworben.

Das Geschäft hat nicht nur ein – wie oft politisch gewertet wird – „Geschmäckle“, nein da kommt man schon richtig ins Schlucken und hart Aufstoßen. Bei dem Deal geht es nicht nur um den hohen Preis, sondern der Abwickler des Geschäftes heißt Dirk Notheis. Seit zwei Jahren ist dieser Chef der US-Investmentbank Morgan Stanley und zudem ein sehr enger jahrzehntelanger Freund von Stefan Mappus – sogar sein Trauzeuge. Gemauschelt wird wohl jweiter untereinander und unverhohlener denn je.

Das Geschäftemachen geht also weiter in Baden-Württemberg. Vor kurzem ging und geht es noch um Stuttgart 21, ein Milliardengeschäft für alle Beteiligten, was mit aller Kraft durchgesetzt werden soll, jetzt ist es ein Riesengeschäft für EnBW mit befreundeten Politikern.

Notheis ist so dick mit der Familie Mappus befreundet, dass Stefan Mappus ihm verdankt, zum Staatsekretär im Umwelt- und Verkehrsministeirum im Jahr 1998 befördert worden zu sein. Notheis hat viele Verbindungen zu Politikern und wichtigen Persönlichkeiten, die ihrer Karriere förderlich sein könnten.

Nun also das Riesengeschäft mit EnBW. Zu den Gesprächen nahm der Ministerpräsident seinen Freund Notheis mit und übertrug ihm die vollständige Abwicklung des Anteilkaufs ohne Vergaberecht.

Was an Mauscheleien können sich Politiker noch in diesem Lande leisten ohne abgewählt zu werden? Das wird sich hoffentlich bald in Baden-Württemberg ändern. Das Geschmäckle wird immer unerträglicher!