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Ladendiebstahl vorbeugen und Verluste vermeiden

Ladendiebstahl vorbeugen und Verluste vermeiden

Das Internet macht es heute sehr einfach, einkaufen zu gehen, denn das Netz kennt keine Ladenöffnungszeiten, keine Sonntage und auch keine Feiertage. Wer möchte, der kann am Sonntag um Mitternacht noch ein Kleid bestellen und das Kleid wird dann auch noch nach wenigen Tagen ins Haus geschickt. Sollte das Kleid nicht den Vorstellungen entsprechen oder nicht passen, dann wird es ebenso schnell wieder an den Shop zurückgeschickt. Die Bequemlichkeit ist es, die zu allerlei Tricks einladen, die die Onlineshops und letztendlich auch die ehrlichen Kunden viel Geld kostet.

Auch wenn es den klassischen Ladendiebstahl im Onlineshop nicht gibt, es gibt das sogenannte Wardrobing, eine Form des Betrugs, die immer häufiger vorkommt.

Was ist Wardrobing?

Online bestellt, einmal getragen und wieder zurückgeschickt – so könnte man das Wardrobing vielleicht am besten beschreiben. Wardrobing ist eine besondere Form des Umtauschbetrugs, die vielen Onlineshops immer größere Probleme bereitet. Auch wenn die Umsätze im Onlinehandel kontinuierlich steigen, das Problem des Wardrobing nimmt immer mehr zu. Immer mehr Shops bekommen Ware zurückgeschickt, die nicht mehr einwandfrei ist und der man ansieht, dass sie schon getragen wurde.

Bestellung
by Daria Nepriakhina

Wardobing – Kaufen, tragen und Retoure schicken

Wardrobing funktioniert ganz einfach, wer für einen besonderen Anlass ein besonderes Kleid braucht, der bestellt das Kleid im Internet. Dann wird es für diesen einen Abend getragen und anschließend wieder an den Shop zurückgeschickt, vielleicht mit der Bemerkung, es sei zu klein.

Auch wenn dieses Kleid schmutzig ist oder nach Schweiß riecht, hat der Onlineshop kaum eine Chance den Kunden zur Kasse zu bitten oder ihn zu zwingen das Kleid zu bezahlen, der Shop ist so gut wie machtlos.

„Dress-for-less“: Was können die Shops tun?

Jeder neunte Onlineshop muss sich heute mit Umtauschbetrug befassen und die Tendenz ist steigend. Die großen Versandhändler können diesen zunehmenden Betrug noch verkraften, für viele kleine Shops geht es aber nicht selten um die Existenz. Nur wenige Shops wehren sich gegen den Betrug, wie zum Beispiel „Dress-for-less“.

Wenn die Ware, die zurückgeschickt wurde, zu arg beschädigt oder verschmutzt ist, dann schickt das Unternehmen die Ware entweder an den Kunden zurück oder verweigert die Rückzahlung des Kaufpreises. „Dress-for-less“ ist aber einer der wenigen Shops, der sich wehrt, die Mehrzahl der Händler resigniert und nimmt die Ware kommentarlos zurück. Zu groß ist die Angst vor einer schlechten Bewertung und vor den daraus konsultierenden Umsatzeinbußen.

Während die stationären Geschäfte ihre Waren vor Diebstahl absichern können, zum Beispiel durch die Warensicherung von WG Global, bleiben den Onlineshops nur wenige Möglichkeiten. Die Waren zu verplomben wäre eine Möglichkeit, die aber nur sehr wenige Shops nutzen.

Versand
by Ermin Celikovic

Kostenloser Versand

Eine andere Option besteht darin, den Rückversand nicht mehr kostenlos anzubieten, aber davor scheuen auch viele Shops zurück, denn die Konkurrenz ist groß und zu viele andere Shops bieten einen kostenlosen Rückversand an. Es vergeht sehr viel Zeit, bis ein Händler das Konto eines Kunden sperrt und genau das nutzen viele aus, um weiter zu betrügen.

Fazit

Geschätzt sind es rund 50 Millionen Artikel, die jedes Jahr nach Gebrauch an die Händler zurückgeschickt werden, und nur 2% müssen nachbehandelt werden, bevor sie wieder in den Verkauf gehen. Aber es sind genau diese 2%, die das Aus für einen kleinen Shop bedeuten können.