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Kreditkarten: Betrüger müssen Jahre ins Gefängnis

Kreditkarten: Betrüger müssen Jahre ins Gefängnis

Am Dienstag hat das Landgericht in Gera gegen eine Bande von Kreditkartenbetrügern hohe Haftstrafen ausgesprochen.

Wie eine Sprecherin des Gerichts mitteilte wurden Freiheitsstrafen verhängt, die sich zwischen drei Jahren und zehn Monaten und sieben Jahren und neun Monaten bewegen. Die Bande hatte im Jahr 2008 zwischen März und Oktober im ganzen Bundesgebiet die Kartenlesegeräte von Geldautomaten manipuliert. In den Räumen der betreffenden Banken hatte sie mit einer Attrappe eines Rauchmelders getarnt eine Kamera versteckt, die die Daten der EC-Karten, besonders die PIN-Nummer bei der Eingabe ausgespäht hatte. Mit diesen Informationen hat die Bande dann hauptsächlich aus Italien Gelder von den betreffenden Konten abgehoben. Insgesamt wurde der Bande ein entstandener Schaden von mehr als 1,15 Millionen Euro zur Last gelegt.

Dabei werden der Bande über 30 Skimmingfälle in der gesamten Bundesrepublik vorgeworfen. Vor einem Jahr hat bereits der Prozess gegen die Bande begonnen. Damals saßen fünf Angeklagte vor Gericht. Die Verhandlung gegen einen der Beschuldigten wurde aber abgetrennt. Im August 2008 wurden zwei Mitglieder der Bande auf frischer Tat ertappt als sie in Bad Salzungen, Thüringen, einen Geldautomaten manipulieren wollten. In Trier wurden zwei weitere Bandenmitglieder dingfest gemacht. Der letzte Betrüger wurde am Frankfurter Flughafen festgenommen. afp