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Krankenkassensterben: Erstmals könnte Schließung einer Krankenkasse drohen

Krankenkassensterben: Erstmals könnte Schließung einer Krankenkasse drohen

Allem Anschein nach könnte in ein paar Monaten, die erste gesetzliche Krankenkasse von Amtswegen geschlossen werden. Offenbar soll es schon Planungen geben, dass die City BKK noch in diesem Sommer geschlossen wird.

Das wäre ein Novum, denn bisher sind gesetzliche Krankenkassen, die vor dem Aus standen von anderen, größeren Krankenkassen übernommen worden oder haben sich mit einer anderen gesetzlichen Krankenkasse zusammengeschlossen.

Nicht so im Fall der City BKK. Hier steht offensichtlich die Abwicklung ins Haus. Hintergrund ist anscheinend der Zusatzbeitrag, den die City BKK in einer Höhe von 15 Euro vereinnahmt. Aufgrund des vergleichsweise hohen zusätzlichen Beitrags leidet die City BKK schon seit Monaten unter massivem Mitgliederschwund.

Damit ist die Pleite der Krankenkasse vorprogrammiert. In den Medien ist zu lesen, dass die City BKK mit Hauptsitz in Stuttgart offenbar aufgegeben wurde, da die finanziellen Probleme nicht mehr in den Griff zu bekommen sind. Alle Zeichen stehen auf Schließung der Krankenkasse zum 1. Juli oder 1. August heißt es weiter.

Sollte die City BKK abgewickelt werden stehen 400 Mitarbeiter vor dem Aus und verlieren ihre Jobs. Auch für die noch verbliebenen rund 150.000 Versicherten heißt es dann, dass sich diese eine neue Krankenkasse suchen müssen. Ihre Arztrechnungen werden aber weiterhin übernommen.