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Krankenkassen: Zusatzbeiträge werden oft nicht gezahlt

Krankenkassen: Zusatzbeiträge werden oft nicht gezahlt

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Die Krankenkassen haben vielfach das Problem, dass sie den erhobenen Zusatzbeiträge hinterher rennen müssen.

Berlin – Die gesetzlichen Krankenkassen erheben seit ein paar Monaten Zusatzbeiträge. Allerdings sind die Versicherten wenig begeistert und zahlen nur sehr widerwillig oder oft gar nicht. Bereits eine knappe Million Versicherte haben seit Beginn des Jahres den zusätzlichen Beitrag nicht gezahlt. Bis zu dreißig Prozent der Mitglieder würden die Zahlung nicht leisten.

Aktuell gibt es dreizehn Krankenkassen, die Zusatzbeiträge von ihren Mitgliedern verlangen. Der Maximalbeitrag liegt bei 37,50 Euro monatlich. Bislang beschränken sich die Krankenkassen darauf, Mahnbriefe und -Anrufe durchzuführen, um die säumigen Zahlungen einzutreiben.

Die Bundesregierung plant säumige Zahler mit deutlichen Sanktionen zu belegen. Allerdings müsste dazu die schon seit langem anstehende Gesundheitsreform beschlossen werden. Im Zuge der Reform plant die Bundesregierung, dass man den Zusatzbeitrag künftig nicht mehr deckeln will und damit die Krankenkassen in unbegrenzter Höhe den zusätzlichen Beitrag verlangen können.