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Krankenkassen: Viele Versicherte zahlen Zusatzbeitrag einfach nicht

Krankenkassen: Viele Versicherte zahlen Zusatzbeitrag einfach nicht

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Seit dem Frühjahr 2010 sind gesetzliche Krankenkassen berechtigt, von ihren Mitgliedern Zusatzbeiträge zu verlangen, wenn die Finanzlage angespannt ist. Insgesamt dreizehn Krankenkassen haben von dieser Möglichkeit, sich zusätzlich zu finanzieren, Gebrauch gemacht. Allerdings kämpfen auch fünf dieser Krankenkassen mit der extrem schlechten Zahlungsmoral ihrer Versicherten, so eine Umfrage, die in der „Thüringer Allgemeinen“ veröffentlicht wurde.

Jeder fünfte Versicherte hat bei der BKK Heilberufe, BKK Gesundheit und der DAK den Zusatzbeitrag nicht bezahlt.

Die BKK Heilberufe hat unterdessen Insolvenz anmelden müssen. Auch die City BKK musste vor kurzem Insolvenz anmelden nicht zuletzt, weil ungefähr 25 Prozent der zusätzlichen Beiträge offen stehen. Spitzenreiter ist die KKH, hier stehen sogar 30 Prozent der Zusatzbeiträge offen.

Von Seiten des Verbandes der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) ist zu vernehmen, dass die Krankenkassen die Zusatzbeiträge dringend benötigen würden. Wenn diese Beiträge, die einkalkuliert wurden, nicht eingenommen werden, hat das bedrohliche Auswirkungen auf die betreffende Krankenkasse.

Der Zusatzbeitrag liegt bei den meisten Krankenkassen bei acht Euro, obwohl es gestattet ist, diesen bis zu 37,50 Euro je Mitglied anzuheben. Allerdings müssen die Kassen ab einem Beitrag, der über acht Euro liegt, zusätzliche aufwändige Gehaltsprüfungen vornehmen. Das Inkassoverfahren lohnt bei der Höhe der offen stehenden Zusatzbeiträge auch kaum. Eine Möglichkeit wäre, bei den betreffenden Mitgliedern die Leistung entsprechend zu kappen.