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Krankenkassen: 200 Millionen Einsparung durch Rabattverträge bei AOK

Krankenkassen: 200 Millionen Einsparung durch Rabattverträge bei AOK

Die AOK will mit Rabattverträgen bei Wirkstoffen 200 Millionen Euro an Einsparungen vornehmen.

Sie schreibt für zwölf weitere Wirkstoffe Rabattverträge aus. Ziel ist es über diese Verträge ab Oktober dieses Jahres gute 200 Millionen Euro einzusparen. Im Jahr 2009 lag das Umsatzvolumen, das die AOK mit diesen zwölf Wirkstoffen im gesamten Bundesgebiet erzielt hat, bei 280 Millionen Euro.

Christopher Hermann, Vorstandsvize der AOK Baden-Württemberg, sagte, dass das Ende der Ausschreibung der 7. Juni sei. Herman, der außerdem Chefunterhändler der AOK im Bereich der Rabattverträge ist, führte weiter aus, dass bis zu diesem Datum die Pharmahersteller die Möglichkeit hätten entsprechende Angebote bei der Allgemeinen Ortskrankenkasse einzureichen. Nach AOK-Angaben, werden bei der AOK aktuell 143 Wirkstoffe rabattiert. Das Gesamtvolumen an ausgeschriebenen Wirkstoffen umfasse dabei 3,5 Milliarden Euro.

Herman erklärte, dass man mit wettbewerblichen Maßnahmen im Gesundheitswesen solch hohe Einsparungen nicht hätte erzielen können. Das Instrument der Rabattverträge wäre dabei immer noch am effektivsten. Die AOK will bis zum Ende des Jahres über diesen Weg eine Milliarde Euro überschreiten.

Damit folgt die AOK dem Ruf aus Berlin. Politiker haben dieser Tage erst, lautstark gefordert, dass die Krankenkassen nicht nach der Anhebung der allgemeinen Kassenbeiträge schreien sollten, sondern vielmehr Wege wie gute Rabattverträge mit der Pharmaindustrie zu schließen, ausnutzen müssten.