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Krankenkasse: Barmer GEK will noch höhere Beiträge verlangen

Krankenkasse: Barmer GEK will noch höhere Beiträge verlangen

m kommenden Jahr wird den Krankenkassen ein Defizit von bis zu 15 Milliarden Euro prognostiziert. Auch Mitglieder von Krankenkassen, die aktuell noch keine Zusatzbeiträge verlangen, müssen unter Umständen tiefer in die Tasche greifen.

Damit die Milliardendefizite bei den Krankenkassen aufgefangen werden können fordert die Barmer GEK eine allgemeine Beitragserhöhung für alle gesetzlich Versicherten. Immerhin sind davon 70 Millionen Mitglieder bei den gesetzlichen Krankenkassen betroffen. Außerdem müsse weiterhin gespart werden. Birgit Fischer, Chefin der Barmer GEK, sagte gegenüber dem „Handelsblatt“, dass es notwendig sei den allgemeinen Beitragssatz rechtzeitig anzuheben. Außerdem sieht sie die Notwendigkeit eines Ausgabenmoratoriums bei den Ärzten und  Krankenhäusern. Andernfalls müsse man die Defizite über die Erhebung eines Zusatzbeitrages ausgleichen.

Die zusätzlichen Beiträge können maximal bis zu einem Prozent des beitragspflichtigen Einkommens erhoben werden. Der aktuelle Beitragssatz liegt bei 14,9 Prozent.

Wie es scheint sind erste Krankenkassen aus dem AOK-Verbund bereits von leeren Kassen betroffen. Allem Anschein nach bereiten mehrere Ortskrankenkassen die Erhebung eines Zusatzbeitrages vor. Man plant ab Mai zunächst acht Euro Zusatzbeitrag zu erheben. Bereits im Februar hatten die ersten Krankenkassen den Zusatzbeitrag von ihren Versicherten verlangen müssen, was zu einem stark erhöhten Mitgliederwechsel unter den Krankenkassen geführt hatte.

Eine große Mitglieder-Fluktuation führt besonders bei den Krankenkassen, die ihre Mitglieder verlieren zu massiven Umsatzeinbußen. Das könnte sogar bis zum Zusammenbruch der betreffenden Krankenkasse führen. Im Gegenzug könnten kleinere Krankenkassen dem erhöhten Ansturm an neuen Mitgliedern nicht mehr standhalten, so dass sie in arge Bedrängnis kommen und kollabieren.