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Korruptionsskandal Siemenskonzern: Prozessvertagung – Thomas Ganswindt

Korruptionsskandal Siemenskonzern: Prozessvertagung – Thomas Ganswindt

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Der Prozess gegen den ehemaligen Konzernvorstand von Siemens, Thomas Ganswindt (50) ist bereits nach einigen Minuten vertagt worden. Die Anwälte Ganswindts forderte vom Landgericht München eine „aufwendige, kontroverse Beweisaufnahme“.

Von den Verteidigern wird ein weiterer Berufsrichter gefordert, es waren nur zwei vorgesehen. Von einer Gerichtssprecherin war zu hören, dass das nur Verzögerungstaktik sei. Um sich zu beraten wurde die Verhandlung auf nächsten Dienstag vertagt.

Ganswindt soll als Kommunikationssparten-Chef bei Siemens ab 2001 wissentlich schwarze Kassen geduldet haben. Außerdem wollte er Hinweise auf Bestechung potenzieller Kunden im Ausland nicht wahrhaben. Aufgrund dieser Tatsache könnte es zu einer Geldbuße von ungefähr einer Million Euro wegen vorsätzlicher Verletzung der Aufsichtspflicht bei seiner Verurteilung kommen. Der Ex-Konzern-Chef bestreitet diese Vorwürfe.