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Kinderschutzbund: Sparprogramm skandalös und grausam

Kinderschutzbund: Sparprogramm skandalös und grausam

In der Tagesschau äußerte sich heute der Präsident des Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers zu den Plänen der Bundesregierung, für Hartz-IV-Empfänger das Elterngeld zu streichen.

Die Regierung treffe damit die Ärmsten der Armen, mit dem gesparten Betrag werde der Haushalt nicht gerettet, sagte er in einem Interview.

Es treffe vor allem Kinder aus armen Familien, dann vor allem die ganz kleinen Kinder, die noch nicht ein Jahr alt sind, die bei arbeitslosen Eltern leben, häufig bei arbeitslosen Alleinerziehenden.

Hilgers rechnet im Interview vor, dass dieser Teil der Bevölkerung somit eine Kürzung von mehr als 30 Prozent hinnehmen müsse. Es sei skandalös und abenteuerlich, dass die Ärmsten der Armen so eine immense Kürzung in unserem Lande hinnehmen müssten.

Wenn es um die weiteren Bildungschancen unserer Kinder gehe, die gerade bei finanziell schlechter gestellten Familien aufwachsen, befürchtet er Schlimmeres. Die Zahl der Krisenfamilien wird wohl zunehmen, wo Kinder Gefahr laufen zu verwahrlosen. Die Kinderarmut werde ansteigen mit all ihren Auswirkungen.

Auf die Frage nach sinnvollen Alternativen kritisiert Hilgers zuerst die Mehrwertsteuerbefreiung für Hoteliers, es gibt ganz viele Punkte, die den Eindruck einer unglaublichen Klientelpolitik hinterlassen.

Das derzeitige Motto laute „Brot für die Welt, Kuchen für mich“.