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Keine Steuern für Karstadt – Geschenke vom Staat

Keine Steuern für Karstadt – Geschenke vom Staat

Der Warenhauskonzern Karstadt ist insolvent und wird jetzt sogar in einigen Städten von der Gewerbesteuer befreit.

Nicht nur, dass Karstadt Insolvenz anmelden musste, jetzt erlassen viele Städte sogar die Gewerbesteuern. Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg kann damit ungefähr 100 Millionen Euro einsparen. Wie die „Bild“ berichtete hat Insolvenzverwalter Görg schon seit mehreren Wochen Gespräche mit den betreffenden Kommunen aufgenommen.

Thomas Schulz, Sprecher von Görg, hat der Zeitung gesagt, dass man bei gut 90 Städten und Gemeinden, bei denen Karstadtfilialen unterhalten werden, darum gebeten hat, die Gewerbesteuern zu erlassen. Die Hälfte der Gemeinden und Städte hätte schon zugestimmt. Von den betreffenden Kommunen zählt ein größerer Teil zum Kreise derer, die ihrerseits hoch verschuldet sind und nur noch mit Nothaushalten überleben können. Die einzige Stadt, von der bislang bekannt ist, dass sie die Gewerbesteuer in einer siebenstelligen Höhe erlassen wird, ist Dortmund.

Dem Steuerzahler wird es nur schwer zu erklären sein, warum man bei der Insolvenz eines Unternehmens auch noch auf die Gewerbesteuer verzichtet, da viele Gemeinde und Städte doch ohnehin schon mit der Last der Arbeitslosen zu kämpfen haben. Besonders Kommunen die selbst hochverschuldet sind haben hier starke Erklärungsnöte.