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Katastrophe in Japan: Über 10.000 Tote bestätigt – droht jetzt der atomare GAU?

Katastrophe in Japan: Über 10.000 Tote bestätigt – droht jetzt der atomare GAU?

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/gruene_bawue/4554825544/sizes/m/in/photostream/##GRÜNE Baden-Württemberg
Die Berichte aus Japan werden immer dramatischer. Es hört sich an als würde ein Film abgespult, der auch am Ende nichts Gutes verspricht. Dass die Japaner auf einer Insel leben, wo es ständig Erdbeben gibt, ist ihnen seit ihrer Geburt bekannt und selbst Kinder werden für eine mögliche Gefahrenabwehr bereits im Kindergarten immer wieder speziell geschult.

Doch bei einem solchen Armageddon sieht die ganze Erde, wie klein, unwichtig und machtlos die Menschen auf ihr sind, wenn solche Naturgewalten auf sie einstürzen.

Nicht nur das Erdbeben mit einer Stärke von jetzt revidierten 9,0 richtete unvorstellbare Schäden an, der darauffolgende Tsunami mutet an wie das Ende der Welt, wenn man die katastrophalen Schäden sieht und die noch nicht festgestellte Zahl der Menschen, die ihr Leben lassen mussten. Noch kann überhaupt keine Übersicht darüber gegeben werden. Jetzt wurden schon über 10.000 Tote bestätigt, die aber sicherlich noch nicht das Ende sein werden.

Zur Zeit richten sich die Augen der ganzen Welt voll Entsetzen auf die Schäden, die die japanischen Kernkraftwerke durch diese mehrfache Katastrophe erlitten haben. Es scheint als stehe Japan ein nuklearer Supergau bevor. Im durch eine Explosion bereits äußerlich sichtbar zerstörten Meiler Fukushima Eins versucht man seit Sonntag, eine Kernschmelze zu stoppen. Laut neuesten Nachrichten könnte das misslungen sein.

Im Reaktor 1 sind weitere Kühlfunktionen ausgefallen. Inzwischen sind nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo bei sechs der zehn Reaktoren in zwei Atomkraftwerken (Fukushima I und Fukushima II) die Kühlsysteme ausgefallen. Beide Atommeiler liegen 240 Kilometer nördlich von Tokio.
Inzwischen haben Atomexperten in der Provinz Miyagi im Nordosten eine 400 Mal höhere als die übliche Radioaktivität gemessen. Hier steht das Atomkraftwerk Onagawa.

Nun wird von fast allen Beteiligten der japanischen Regierung und den Behörden vorgeworfen, nicht für Transparenz zur Aufklärung beizutragen. Natürlich besteht die Gefahr einer Massenpanik. Allerdings müssen amtliche Stellen schon genauestens abwägen, ob man den besonnenen und erdbebenerprobten Japanern und der Welt nicht doch die ganze Wahrheit sagen sollte. Die Sorgen, Ängste und auch der Ärger könnten immer größer werden, wenn nur scheibchenweise und widersprüchlich über die ganze Katastrophe berichtet wird.

Man erinnert sich bei allem an Tschernobyl zurück, wo die damalige Sowjetunion die Menschen überhaupt nicht aufklärte. Japan ist ein modernes, industriell hochentwickeltes Land und es ist zu hoffen, dass die Menschen dort und die Regierung bald die ganzen dramatischen Geschehnisse wieder beherrschbar machen können.