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Kassenärztliche Vereinigung: Bei Vorkasse sterben Arztpraxen aus

Kassenärztliche Vereinigung: Bei Vorkasse sterben Arztpraxen aus

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/waldoj/97187153/sizes/m/in/photostream/##Waldo Jaquith
Andreas Köhler, Chef der Kassenärztlichen Vereinigung, hat sich zu jetzt Wort gemeldet zu Röslers Vorschlag der Vorkassenzahlung auch bei gesetzlich Versicherten.

Gesundheitsminister Philipp Rösler will anlässlich der Gesundheitsreform, dass die gesetzlich Versicherten ihre entstehenden Arztkosten – wie die Privatversicherten schon immer – selbst zahlen und dann erst eine Einreichung bei der Krankenkasse erfolgen soll. Er begründet das mit mehr Transparenz hinsichtlich der entstehenden Behandlungskosten.

Zwar stimmt diesem Vorschlag die Kassenärztliche Vereinigung zu, warnt trotzdem vor Arztpraxis-Schließungen. Köhler sprach für den Fall dieser für Kassenpatienten absurden Vereinbarung von 25 Prozent weniger Arztpraxen in der Zukunft. Auch werde die Zahl der Arztbesuche um 20 bis 25 Prozent abnehmen.

Laut Andreas Köhler lastet die Kostensteuerung immer auf dem Arzt. Er halte es für notwendig, dass auch der Versicherte Eigenverantwortung übernehme.

Wieder wird für die Bürger das schon so oft bemühte Unwort „Eigenverantwortung“ zitiert. Man sollte es ummünzen in „mehr Eigenleistung oder Schröpfung“. Dass gerade die Kassenärztliche Vereinigung es ist, die selbst mehr Transparenz gegenüber den gesetzlichen Krankenkassen bringen sollte, verschweigt sie.

Oftmals wissen nicht einmal die Kassen, was ihre Vereinigung abrechnet oder bezahlt. Wieder einmal geht es nur darum, den Versicherten noch mehr Geld aus ihren ohnehin schon strapaziertenTaschen zu ziehen. Es wird bereits prognostiziert, dass diejenigen gesetzlichen Versicherten, die sich das leisten können und auch wollen, dann wiederum gegenüber denen bevorzugt werden, die am untersten Ende der Kette angelangt sind und diese Leistung nicht erbringen können.

Das Dreiklassen-System winkt bereits für die gesetzlich Versicherten.