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Karstadt: Streit mit Mietern kann Rettung zerstören

Karstadt: Streit mit Mietern kann Rettung zerstören

Nachdem gestern freudestrahlend vom Gläubigerausschuss der insolventen Warenhauskette Karstadt verkündet wurde, dass man sich als neuen Eigentümer für Nicolas Berggruen entschieden hat, ziehen heute schon wieder dunkle Wolken am Himmel auf.

Der Hauptvermieter der Karstadt-Immobilien, Highstreet, droht Berggruen mit der Zerschlagung des Unternehmens.

Wenn Berggruen das vorgelegte Angebot zu den Mieten nicht akzeptiert drohe man ihm mit der Zerschlagung des Konzerns. Ein Sprecher von Highstreet hat angekündigt, dass das Konsortium rund um die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs innerhalb der nächsten fünf Jahre 230 Millionen Euro an Mieten nachlassen wird. Dieser Nachlass soll über den im Insolvenzplan ohnehin schon festgelegten Betrag von 160 Millionen Euro gewährt werden. Alle Bieter für Karstadt hätten das gleiche Angebot erhalten, wenn Berggruen sich daran nicht halten wolle, dann müsse man mit der Zerschlagung des Konzerns rechnen, so der Sprecher.

Highstreet gehörte selbst zu den Bietern im Rennen um die Warenhauskette. Sehr wahrscheinlich steckt hinter den aktuellen Aussagen auch eine gewisse Portion Unmut, nicht den Zuschlag erhalten zu haben. Letztendlich stellt sich allerdings die Frage: Wäre Karstadt überhaupt insolvent, wenn Highstreet von Anfang an keine so hohen Mieten verlangt hätte?