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Karstadt Mietstreit: Highstreet pokert hoch – Berggruen gerät unter Druck

Karstadt Mietstreit: Highstreet pokert hoch – Berggruen gerät unter Druck

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/svensonsan/411055457/##svensonsan
Nachdem Nicolas Berggruen in der letzten Woche den Zuschlag zur Übernahme von Karstadt erhalten hat meldete sich das Vermieter-Konsortium Highstreet zu Wort und verkündete, dass man keine weiteren Mietnachlässe als die zuvor angebotenen machen werde.

Am Montag ist ein Treffen zwischen Berggruen und Highstreet angesetzt, in dem man aufeinander zugehen möchte.

Allerdings ist fraglich, ob ein Konsens gefunden wird, denn die Vorstellungen der beiden Parteien liegen weit auseinander. Highstreet ist aktuell bereit, auf 160 Millionen Euro Mieterhöhungen zu verzichten und wird 230 Millionen Euro Mietsenkungen gewähren. Das ist Berggruen jedoch zu wenig. Berggruen hat in der „Welt am Sonntag“ gesagt, dass die Mieten zu hoch und nicht marktgerecht seien.

Sollte keine Einigung über die Mieten erzielt werden kann es zur Zerschlagung des Karstadt-Konzerns kommen. Zunächst wäre aber der Vertrag zu Rettung Karstadts nichtig. Berggreun führte weiter aus, dass Highstreet in gewissem Maße Verantwortung gegenüber den 25.000 Beschäftigten habe und bei einer Zerschlagung der Warenhauskette vorerst keine Mieteinnahmen mehr fließen würden.

Eventuell spekuliert Highstreet aber auch nur darauf, dass Berggruen aus dem Vertrag aussteigt und Highstreet selbst den Zuschlag zum Kauf der Warenhauskette erhält. Ein Sprecher Highstreets sagte unterdessen, dass das Angebot von Highstreet zur Übernahme von Karstadt weiterhin gelten würde.