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Karstadt: Insolvenzverwalter soll 50 Millionen Gehalt bekommen

Karstadt: Insolvenzverwalter soll 50 Millionen Gehalt bekommen

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/svensonsan/411055457/##svensonsan
Anscheinend ist das Geschäft mit insolventen Firmen ein einträgliches Geschäft. Wie jetzt bekannt wurde soll Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg, der die Insolvenz von Karstadt begleitet, für sein Engagement 50 Millionen Euro überwiesen bekommen. Das hat die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf Verhandlungskreise berichtet.

Klaus Hubert Görg wurde damit beauftragt, das Insolvenzverfahren der finanziell stark angeschlagenen Kaufhauskette zu begleiten.

Görg selbst wollte zur Höhe seiner Gage keine Aussage treffen. Ein Sprecher Görgs sagte, dass man nichts in dieser Angelegenheit sagen würde und es außerdem noch viel zu früh für eine Rechnung sei. Letztendlich wird Görgs Bezahlung an der Insolvenzmasse orientiert, die am Schlusstag zu Buche steht.

Hans Haarmeyer, Insolvenzrichter und Wissenschaftler hat gesagt, dass in erste Linie die Insolvenzverwalter mit Geldern versorgt werden und nicht die Gläubiger. Ob dieser Missstand irgendwann geändert wird, vermag er nicht zu sagen.

Bei der Insolvenz von Karstadt geht es um die Erhaltung von 25.000 Arbeitsplätzen. Der Inverstor Nicolas Berggruen hat vom Gläubigerausschuss den Zuschlag zum Kauf der insolventen Warenhauskette erhalten. Letztendlich steht aktuell nur noch die Einigung Berggruens mit dem Vermieter Highstreet im Raum, um das Unternehmen endgültig zu retten.