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Karstadt in letzter Minute gerettet – Neuer Investor

Karstadt in letzter Minute gerettet – Neuer Investor

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/loop_oh/3323630328/sizes/m/##loop_oh
Es gibt einen zweiten Bieter für die insolvente Kaufhauskette Karstadt. Der zweite Bieter ist ein Privatier aus Skandinavien. Am Freitag hat Nicolas Berggruen durch einen Sprecher mitteilen lassen, dass er ein Angebot abgegeben hat, um die 120 Warenhäuser von Karstadt zu übernehmen.

Berggruen will die 25.000 Mitarbeiter vor Einschränkungen schonen, erwartet aber von den Vermietern, dass man Zugeständnisse mache. Der Investor will in erster Linie die „Kultmarke Karstadt“ erhalten. Er würde als Kapitalgeber immer langfristig denken. Für Karstadt war bisher nur durch den Investor Triton ein Angebot abgegeben worden.

Berggruens Sprecher sagte, dass der Tarifvertrag, der im Sanierungsplan verankert ist, ausreichen würde und die Mitarbeiter mit keinen weiteren Einschnitten rechnen müssten. Allerdings erwartet man, dass die Eigentümer der Häuser, in die sich Karstadt eingemietet hat, ihren Teil zur Karstadtsanierung beitragen. Klaus-Hubert Görg, Insolvenzverwalter der Karstadt-Kette, hat ein weiteres Angebot bestätigt, allerdings hat er keine Namen genannt.

Nicolas Berggruen ist Sohn des im zweiten Weltkrieg geflüchteten Heinz Berggruen, der als Kunstsammler in Berlin sein Geld verdiente. Berggruen hält vorrangig Immobilien in Berlin. Im Jahr 2007 hatte sich Berrggruen in den insolventen Möbelhersteller Scheider eingekauft.