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Kalifornien/US-Wahlkampf: Marihuana-Kiffen bald erlaubt?

Kalifornien/US-Wahlkampf: Marihuana-Kiffen bald erlaubt?

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/eric85/1471831967/sizes/m/in/photostream/##Eric Caballero
Manchmal nimmt ein Wahlkampf skurrile Züge an. So auch in Kalifornien jetzt die anstehende Kongresswahl. Gleichzeitig zur Wahl gibt es jetzt ein Volksbegehren, das zur Abstimmung vorliegt.

Polizisten und Mütter engagieren sich für die Legalisierung von Marihuana. Dagegen organisiert sich eine Aktionsgruppe, die dringend davor warnt, dass bald Autofahrer kiffen dürften, bevor sie sich ans Steuer setzen.

Abgestimmt werden soll über die Legalisierung von Marihuana zum Freizeitgenuss. Einheimische, die mindestens 21 Jahre alt sind, sollen zukünftig eine Unze (28,35 Gramm) straffrei mit sich führen und 2,3 Quadratmeter Hanf für den Eigenbedarf anbauen dürfen.

Sogar Präsident Obama hatte ja einmal zugegeben, als Student Haschisch geraucht zu haben. In der Diskussion, die sehr komplex ist, geht man davon aus, bei Legalisierung dieser Droge der Drogenmafia entgegentreten zu können. Wäre Marihuana legal, würde der Preis um mehr als die Hälfte fallen. Außerdem würde man die Steuereinnahmen des am Boden liegenden kalifornischen Staatshaushaltes um eine Milliarden Dollar vermehren.

Der Bundesstaat Kalifornien war schon immer ein Vorreiter in Sachen Marihuana. Bereits 1996 erlaubte er den Genuss von „medizinischem Marihuana“, danach folgten erst weitere 13 Staaten.

Man darf gespannt sein, wie sich die Amerikaner jetzt beim Volksbegehren entscheiden.