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Kämpfe in Libyen gehen weiter – Flugzeugabschuss – Deutschland im Abseits

Kämpfe in Libyen gehen weiter – Flugzeugabschuss – Deutschland im Abseits

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/brqnetwork/5510256193/sizes/m/in/photostream/##شبكة برق | B.R.Q
Nachdem im UN-Sicherheitsrat der Weg frei gemacht wurde für ein internationales Eingreifen in Libyen gehen die Kämpfe unvermindert weiter. Gaddafi sprach zwar überraschend wirr und bizarr von einer Waffenruhe und kündigte Versöhnung und Ruhe in seinem Land an.

Da dieser Despot aber unberechenbar war und ist, konnte man vorhersehen, dass es anders kommt. Im Südwesten nahe der Stadt Bengasi, in der sich bis jetzt noch die Rebellen heftig verteidigen, hat es einen Luftangriff gegeben, es wurde ein Kampfjet abgeschossen.

Unklar hierbei ist allerdings, ob die abgeschossene Militärmaschine zu den Regierungstruppen gehört hat und von wem sie abgeschossen wurde. Von anhaltenden Bombenangriffen auf Misrata im Westen, Sintan und Adschdabija wird ebenfalls berichtet. Es ist Artilleriefeuer zu hören.

Heute beraten Spitzenvertreter der Europäischen und Afrikanischen Union, der Arabischen Liga und der Vereinten Nationen in Paris, wie man gegen das libysche Regime weiter vorgehen wird. Auch Angela Merkel wird bei diesem Treffen erwartet. Deutschland hatte sich bei der UN-Abstimmung am Freitag der Stimme enthalten, steht jetzt in den Geschichtsbüchern neben Russland und China für diese Entscheidung.

Ohne weitere Wahlkampfanlayse für Deutschland kann hier aber bereits gesagt werden, dass die schwarz-gelbe Regierung sich damit in der internationalen Weltgemeinschaft blamiert und womöglich erstmalig ins Abseits geschafft hat. In den Medien gibt es durchwegs Schelte für diese nicht nachvollziehbare Entscheidung. Schließlich ist und bleibt das Mittelmeer und damit auch Libyen unmittelbar vor unserer Haustür. Afghanistan, wo wir unsere Sicherheit angeblich verteidigen, ist viel weiter entfernt. Und die vorgeschlagenen Awacseinsätze am Hindukusch muten etwas kindisch an. Motto: In Libyen habe ich mich nicht getraut, aber dafür gebe ich mein Bestes in Afghanistan?