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Jim Knopf ist 50 geworden

Jim Knopf ist 50 geworden

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/luebeck/2072677236/sizes/m/in/photostream/##jphintze
Der Autor Michael Ende hatte nie an ein Kinderbuch gedacht.

Als Märchenfigur für Kinder gilt Jim Knopf, der heute seinen 50. Geburtstag feiern kann, schlechthin. Sein Schöpfer, Michael Ende, hat allerdings mit seinem Werk sicherlich viel mehr als nur ein Unterhaltungsbuch für Kinder im Sinn gehabt.

Michael Ende hat wohl mit den Abenteuern von Jim Knopf Kritik an der Hitler Rassenideologie geübt. Er selbst, der auch als „Schreiberling für Kinder“ hingestellt wurde, sagte selbst, dass dieses Buch nie als Kinderbuch gedacht gewesen sei.

Heute kennt jedes Kind und jeder Heranwachsende die Abenteuer von Jim Knopf. Julia Voss, eine Journalistin, die letztes Jahr das Buch des 1995 verstorbenen Michael Ende neu interpretiert hat, kommt zu einem Ergebnis, das erstaunlich ist. Der Autor entwarf demnach mit seiner Kindergeschichte über Jim Knopf „nichts weniger als ein Kontrastprogramm zum nationalsozialistischen Missbrauch der Evolutionstheorie.

Ende hatte es anfangs schwer, einen Verlag für die Veröffentlichung zu finden, denn das Werk war nicht nur ein Abenteuer- sondern auch ein Erziehungsroman. Dazu stand der Schriftsteller, denn er wollte damit auch die Erwachsenen erreichen.

Noch heute können Kinder, die sich für die Abenteuer des Jim Knopf interessieren, die Serie regelmäßig im Kinderkanal (KiKa) anschauen.