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Japan zwischen Hoffnung und Angst – Lage in Fukushima soll stabil sein

Japan zwischen Hoffnung und Angst – Lage in Fukushima soll stabil sein

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/chikaaaa/5541734723/sizes/l/in/photostream/##cka_o_O
Vielleicht können die Menschen in Japan mit Blick auf das Katastrophen-AKW Fukushima doch etwas aufatmen. Von der Betreiberfirma Tepco wird gemeldet, der im Reaktor 2 der Stromanschluss gelungen sei. Allerdings kann man nichts aussagen über die Wasserpumpen.

Nach 13 Stunden eines lebensgefährlichen Einsatzes wurde von Feuerwehrfahrzeugen weiter Wasser aus dem Meer auf Block 3 des Reaktors gepumpt. Hier soll aber nach allerletzten Meldungen der Druck wieder angestiegen sein. Von Block 5 und 6 kommen zur Zeit keine weiteren schlechten Nachrichten. Es wäre dem Land inständig zu wünschen, dass die bisher vergeblichen lebensgefährlichen Arbeiten jetzt doch etwas bewirkt haben und die Welt vor einem Super-Gau verschont bleibt.

Vergessen über den Blick zum AKW soll aber auch die entsetzliche Lage der Millionen Menschen nicht werden, die immer noch unglaublich unter der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in unzähligen Sammellagern leiden. Unvorstellbar, dass – wenn man einen Blick auf die zerstörten Gegenden wirft – hier irgendwann wieder Ordnung einkehren könnte und die Menschen wieder in Frieden wie vorher leben könnten. Jetzt scheint gerade ein kleines Wunder geschehen, indem man eine 80-jährige Frau und ihren 16-jährigen Enkel nach vielen Tagen in Ishinomaki (Miyagi) lebend aus den Trümmern retten konnte.

Anlass zur Sorge gibt immer noch die Nachricht, dass bei Spinat und Milch in Tokio erneut verstrahlte Produkte festgestellt wurden. Auch das Trinkwasser scheint nicht mehr unbelastet zu sein. Vor dem Verzehr wird gewarnt. Ebenfalls essen die Menschen keinen Fisch mehr, da die aus Fukushima verstrahlten Partikel über den Pazifik geweht wurden. Neueste Meldungen besagen auch, dass jetzt in Taiwan zum ersten Mal im Ausland belastete Bohnen aus Japan festgestellt wurden. Die Bohnen aus dem japanischen südlich gelegenen Kagoshima weisen erhöhte Strahlenwerte auf.

Man kann nur hoffen, dass das Wetter sich nicht so drastisch ändert und wie vorausgesagt in den kommenden Tagen es in Tokio regnen soll. Hierzu kommen von der Regierung Hinweise, sich mit Regenschirmen und Schutzkleidung zu versehen und wenn man etwas abgekommen hat, sich sorgfältig zu reinigen.