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Japan: Radioaktives Material tritt aus AKW aus – Kernschmelze befürchtet

Japan: Radioaktives Material tritt aus AKW aus – Kernschmelze befürchtet

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Das japanische Atomkraftwerk Fukushima 1 ist durch das Erdbeben vom Freitag im Norden Japans beschädigt worden. Jetzt tritt aus dem AKW radioaktives Material aus wie Tepco, die Betreiberfirma des Kraftwerks, meldet. Es seien zwar keine großen Mengen, die austreten, dennoch sei hochradioaktives Cäsium außerhalb des Atomkraftwerks gemessen worden.

Immerhin ist die radioaktive Strahlung, die im Kontrollraum gemessen wurde, tausendmal höher als normal und im Außenbereich der Anlage wurden immer noch achtmal höhere radioaktive Belastungen gemessen, so die Agentur Kyodo.

Aufgrund des Erdbebens sind innerhalb des Reaktors die Kühlsysteme ausgefallen, was bedeutet, dass der Druck im Reaktor immer größer wird. Das könnte letztendlich zum Horrorszenario, einer Kernschmelze, führen, da die Reaktoren aufgrund des steigenden Drucks überhitzen könnten. Vom teilweisen, bzw. ganzen Ausfall der Kühlsysteme sind drei Reaktoren des Kraftwerks Fukushima 2 und die Reaktoren von Fukushima 1 betroffen.

Die japanischen Behörden haben den atomaren Notfall ausgerufen. Die Menschen, die sich im Umkreis von zehn Kilometern um Fukushima 1 aufhalten werden aufgefordert diesen Bereich zu verlassen. Das gleiche gilt für das zwölf Kilometer entfernte Fukushima 2, allerdings ist der Radius hier aktuell mit drei Kilometern noch enger gehalten.