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Japan kommt nicht zur Ruhe: Wieder heftiges Erdbeben von 7,0 im Nordosten

Japan kommt nicht zur Ruhe: Wieder heftiges Erdbeben von 7,0 im Nordosten

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/cotaro70s/5528164553/sizes/m/in/photostream/##cotaro70s
In Japan hat die Erde wieder gebebt und wieder waren es fast 7,0 auf der Skala. Es scheint als wolle die Natur sich nun endgültig am Menschen rächen mit seinem Raubbau an der Natur und im besonderen an dem Umgang mit Atom.

Die entsetzlichen Folgen des ersten katastrophalen Bebens mit anschließendem Tsunami und beschädigten Atomreaktoren vom 11. März sind noch lange nicht beseitigt, geschweige denn bewältigt, nun müssen die notleidenden Menschen wieder und wieder um ihr Leben bangen.

Zahlreiche Nachbeben erschüttern die Insel, so auch jetzt wieder, wo das Epizentrum ungefähr 80 Kilometer östlich des havarierten Atomkraftwerkes Fukushima lag, dessen atomare Gefahr der Betreiber – so scheint es jedenfalls in der Öffentlichkeit – noch lange nicht im Griff haben wird.

Jetzt erst nach so langer Zeit für die verunsicherten Menschen, zeigte sich Tepco-Chef Shimizu, Betreiber von Fukushima, endlich wieder einmal gnädig in der Öffentlichkeit und sprach zu den Katastrophenopfern. Er bat um Verzeihung und verneigte sich. Damit ist aber sicherlich den Menschen nicht geholfen. Viel wichtiger wäre es, endlich den drohenden Supergau beherrschbar zu machen und die Bemühungen zu verstärken.

Jetzt erreichte die Japaner aber wenigstens eine positive Meldung, dass zwar die Strahlenbelastung im Umfeld von Fukushima nicht so hoch sei, aber die Regierung innerhalb eines Monats die Bewohner verschiedener Städte jetzt doch evakuieren wolle, die Evakuierungszone von 20 Kilometern werde erweitert, das wurde bereits lange gefordert. Regierungssprecher Edano meinte dazu, dass sich die Lage zwar nicht verschlechtert habe, aber man wolle mögliche gesundheitliche Schäden durch langfristige Strahlenbelastung ausschließen. Ein massiver Austritt von Radioaktivität aus den havarierten Reaktoren sei bedeutend kleiner geworden. Schön, wenn man wenigstens das glauben könnte.