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IWF sieht Griechenland verloren – Umschuldung empfohlen

IWF sieht Griechenland verloren – Umschuldung empfohlen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) scheint Griechenland schon aufgegeben zu haben und empfiehlt eine Umschuldung des südeuropäischen Landes. Vertreter des IWF sollen hierüber in den zurückliegenden Tagen mit einigen Abgeordneten der europäischen Regierungen gesprochen haben, so einem Bericht des Magazins „Spiegel“ zufolge.

Dem Vernehmen nach sollen die Vertreter des IWF eine Umschuldung Griechenlands für realistisch halten. Als weitere Möglichkeit sehen sie niedrigere Zahlungen von Zinsen oder eine Laufzeitverlängerung der Staatsanleihen Griechenlands.

Welcher Weg letztendlich eingeschlagen wird ist noch nicht klar, aber alle Varianten bedeuten für die Eigner griechischer Staatsanleihen, dass diese teilweise auf Rendite verzichten müssen. Der IWF empfiehlt, dass Griechenland mit den eigenen Gläubigern Gespräche führt um eine mögliche Umschuldung in die Wege zu leiten.

Das finanziell stark angeschlagene Griechenland hat vor gut einem Jahr von der Europäischen Union und dem IWF Kredite in Milliardenhöhe gewährt bekommen. Das war der Auslöser für den von der EU kurze Zeit später eingeführten Rettungsschirm für den Euro. Hintergrund das südeuropäische Lande zu unterstützen, waren die drastisch angestiegenen Risikoaufschläge, die Griechenland am Kapital zahlen musste um sich zu refinanzieren. Aufgrund der massiven Aufschläge drohte Griechenland die Zahlungsunfähigkeit und damit verbunden eine Kettenreaktion in Europa.