close
IWF: Man plant sich von 200 Tonnen Gold zu trennen

IWF: Man plant sich von 200 Tonnen Gold zu trennen

19. Februar 2010GoldIWFKredite

Der Preis für Gold hat am Freitag starke Belastungen hinnehmen müssen. Grund hierfür war der geplante Verkauf von Goldbeständen des Internationalen Währungsfonds (IWF). Der Preis für das Edelmetall ist zeitweilig unter die magische Grenze von 1.100 Dollar für die Feinunze gefallen. Bis zum Abend konnte der Preis wieder anziehen und landete bei 1.120 Dollar. Der IWF will zunächst 191,3 Tonnen Gold auf den Markt werfen. Man plant mit dem eingenommenen Geld durch die Verkäufe neue Kredite vergeben zu können. Geplant sei armen Ländern günstige Kredite zu gewähren. Insgesamt plant man rund ein Achtel des Gesamtbestandes zu veräußern, das wären 403,3 Tonnen Gold.

Eugen Weinberg, Analyst der Commerzbank, sagte, dass der Verkauf nicht in einer Tranche erfolgen soll, sondern Stückweise verteilt auf einen längeren Zeitraum. Durch die größere Menge an Gold auf dem Markt würde jedoch der Preis für das Edelmetall sinken.

Der IWF wird jedoch den Zentralbanken eine Art Vorkaufsrecht einräumen, so dass diese das Gold direkt beim IWF ankaufen können.

Der Euro brach kurzeitig ein und notierte unter der 1,36 Dollar-Marke. Die aktuellen Daten zur Konjunktur aus den USA zeigen, dass sich die US-Wirtschaft anscheinend schneller aus der Krise befreien kann, als das bislang angenommen wurde. Außerdem wird sie sich allem Anschein schneller wieder erholen als die Euro-Zone. Wahrscheinlich wird die Federal Reserve früher als geplant eine aggressivere Geldpolitik  als die EZB fahren, so die Analysten der Commerzbank weiter.

(Quelle: Reuters)