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IWF: Einschätzungen zur Weltwirtschaftslage

IWF: Einschätzungen zur Weltwirtschaftslage

In einem Vorbereitungsdokument des Internationalen Währungsfonds (IWF) für das G-20-Treffen steht, dass sich die Weltwirtschaft, doch besser erholt habe als dies zunächst angenommen wurde. Jedoch differiert die Geschwindigkeit der Erholung in den unterschiedlichen weltwirtschaftlichen Regionen stark. Nachdem die tiefste Rezession in der jüngeren Weltwirtschaftsgeschichte überwunden scheint, kommt jetzt das Wachstum wieder. In der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres konnten die Industrienationen einen Anstieg des Wachstums verzeichnen. Im Laufenden Jahr wird ein Anstieg um vier Prozent prognostiziert, was den Bereich der weltweiten Produktion und Herstellung angeht. An den Finanzmärkten entspannt sich die Lage zusehends und die Bedingungen werden wieder deutlich besser. Einzig die Vergabe von Krediten der Banken in den Industriestaaten geht zögerlich voran. Größer werdenden Schwierigkeiten sieht sich der Markt für Schuldtitel der Staaten gegenüber.

Von einem kurzzeitigen Hoch, durch seine momentane Überbewertung, profitiert der US-Dollar. Durch die jüngsten Marktverwerfungen ist der Euro etwas abgewertet worden und kommt somit seinem fundamentalen Wert näher. Einzig der Yen ist aktuell fair bewertet. Laut Einschätzung des IWFs ist der Rinmimbi in China mittelfristig eher unterbewertet. In den führenden Industrieländern hat sich überdies die Arbeitslosigkeit stabilisiert und in einigen Schwellenländern ist bereits ein Rückgang der Arbeitslosigkeit zu beobachten. Außerdem erwartet man eine Produktionssteigerung in den führenden Industrienationen von 2,1 Prozent in 2010 und 2,5 Prozent in 2011. Der IWF geht allerdings davon aus, dass in den führenden Industrieländern die Notwendigkeit für das Weiterbestehen der Konjunkturprogramme immer noch gegeben ist. Erst wenn die private Nachfrage wesentlich nachhaltiger geworden ist, kann man diesen Bereich wieder herunterfahren.

(Quelle: BörseGo)