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Island: Vulkan Katla und die verheerenden Folgen seines Ausbruchs

Island: Vulkan Katla und die verheerenden Folgen seines Ausbruchs

Vor etwas mehr als einer Woche ist auf Island der Vulkan Eyjafjalla ausgerbrochen und hat dadurch Europas Flugverkehr durch die Luftraumsperrungen, die wegen der Aschewolke ausgelöst wurden, in ein unvergleichliches Chaos gestürzt.

Der große Bruder, der Vulkan Katla, schlummert zurzeit noch. Doch in der Geschichte des Vulkansystems hat sich gezeigt, dass beide Vulkane oftmals gemeinsam ausbrechen. Dabei scheint der Vulkan Katla derzeit längst überfällig. In den letzten 1.000 Jahren ist der Vulkan Katla regelmäßig alle 40 bis 80 Jahre ausgebrochen. Zum letzten Mal ist er im Jahr 1918 ausgebrochen. Das bedeutet, rein statistisch gesehen ist der Ausbruch des Katlas längst überfällig.

Die Experten sehen einem Ausbruch recht sorgenvoll entgegen. Zum einen ist der Vulkan Katla einer der aktivsten Vulkane Islands, weshalb ein Ausbruch als wahrscheinlich gilt, und zum anderen wären die Folgen wesentlich verheerender. Eine Eruption des Katlas würde zur Folge haben, dass die großen Eismengen, die über ihm liegen, abschmelzen. Die Siedlungen, die in seiner Nähe liegen, würden zunächst durch regelrechte Sturmfluten überschwemmt, bevor sie dann durch Asche und später durch Magma bedroht wären. Durch eine heftige Eruption könnte ein entsprechendes Beben ausgelöst werden. Das Beben in Verbindung mit der Sturmflut könnte einen Tsunami zur Folge haben, der die Küsten Nordeuropas und Nordamerikas bedroht.

Es ist damit zu rechnen, dass die Aschewolke, die der Vulkan Katla ausstoßen würde, wesentlich größer wäre als die des Eyjafjallas als dieser in der vergangenen Woche ausgebrochen ist. Das Chaos am Himmel wäre perfekt. Wieder würden tagelang Flüge ausfallen. Der Luftraum über Europa und, wenn der Wind ungünstig steht, auch über Nordamerika wäre gesperrt. Millionen von Menschen wären direkt oder indirekt durch einen Ausbruch betroffen. Der wirtschaftliche Schaden wäre fatal. Beim Ausbruch des Eyjafjallas war „nur“ Europas Flugverkehr betroffen, alleine dieser Umstand richtete schon einen Schaden von täglich mehr als 150 Millionen Euro an.