close
Irlands Banken gehen am Stock – Neue Milliardenhilfen für Finanzbranche – Aber Krise gibt es keine

Irlands Banken gehen am Stock – Neue Milliardenhilfen für Finanzbranche – Aber Krise gibt es keine

In Irland weist die Regierung jegliche Krise weit von sich und sagt außerdem, dass man mit Sicherheit keine Finanzhilfen der EU benötigen würde. Jetzt schießt das irische Parlament weitere Milliarden in den angeschlagenen Banken-Sektor.

Mit den Finanzhilfen übernimmt Irland die Allied Irish Banks. Diese soll mit 5,4 Milliarden Euro gestützt werden.

Außerdem erhält die Anglo Irish Bank neue Finanzspritzen. Das Institut bekommt vom Staat 11,4 Milliarden Euro. Insgesamt wird der gesamte Finanzsektor mit 34 Milliarden Euro unterstützt.

Es mutet schon ein wenig komisch an, dass Irland von sich behauptet keine Krise zu haben, aber die eigenen Banken mit unzähligen Milliarden gestützt werden. Außerdem wurde vor kurzem erst das Rating des Landes abgewertet. Das passiert in aller Regel auch nicht, weil es einem Staat finanziell gut geht.

Außerdem gibt es verlässliche Indikatoren, die dafür sprechen, dass Irland derzeit massive Probleme hat. Alleine das Defizit des Landes wird durch die Finanzhilfen auf 32 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) anwachsen. Der Maastricht-Vertrag sieht vor, dass die Euro-Staaten ein maximales Defizit von drei Prozent haben dürfen. Davon ist Irland derzeit Lichtjahre entfernt.