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Irland: Trotz Rating-Abwertung werden neue Anleihen emittiert

Irland: Trotz Rating-Abwertung werden neue Anleihen emittiert

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Das Rating Irlands wurde erst im Juli von der Rating-Agentur Moody’s spürbar abgewertet, jetzt will man neue Staatsanleihen emittieren, um sich zu refinanzieren.

Dublin – Risikobewusste Anleger sollten jetzt aufpassen, denn Irland emittiert neue Staatsanleihen, um sich zu refinanzieren. Besonders wird Irland derzeit von der mittlerweile staatlichen Anglo Irish Bank belastet. Um den Belastungen standzuhalten wird Irland am Dienstag Staatsanleihen in einer Höhe von 1 bis 1,5 Milliarden Euro platzieren. Die Laufzeit liegt zwischen vier und zehn Jahren.

Aber nicht nur die heimische Anglo Irish Bank belastet Irland, sondern der Inselstaat hat in besonderem Maße unter griechischen und spanischen Banken zu leiden, denn irische Banken haben mit großen Summen bei diesen Banken investiert. Fraglich ist die Position der Europäischen Zentralbank (EZB), die seit geraumer Zeit Staatsanleihen der europäischen Krisenstaaten aufkauft, um den Euro zu schützen. Angeblich hat man in der vergangenen Woche lediglich 10 Millionen Euro in Staatsanleihen investiert. Insgesamt umfasst das Volumen, das von der EZB aufgekauft wurde, bereits 60,5 Milliarden Euro.

Derweil sind die Investoren eher vorsichtig geworden. Nicht zuletzt, weil die irischen Banken bei dem europäischen Stresstest nicht gerade gut davon gekommen sind. Die großen irischen Banken haben den Test zwar bestanden, aber eine üppige Eigenkapitalquote war hierbei nicht zu erkennen. Die Banken haben den Test eher gerade so bestanden.