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Irland: Immer mehr Banken werden verstaatlicht

Irland: Immer mehr Banken werden verstaatlicht

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/mattbuck007/2640124955/sizes/m/in/photostream/##mattbuck4950
Der irische Bankensektor hat massive finanzielle Probleme. Nachdem die irische Regierung nun nach längerem Hin und Her doch die Hilfsmittel des Euro-Rettungsschirms in Anspruch genommen hatte verstaatlicht sie jetzt weitere Banken.

Die Allied Irish Bank, die schon seit längerem immer wieder in den Schlagzeilen ist, hat jetzt Hilfen in Höhe von 3,7 Milliarden Euro erhalten, weitere 6,2 Milliarden Euro werden wahrscheinlich noch benötigt. Damit die Allied Irish Bank quasi in staatlichem Besitz.

Aber nicht nur die Allied Irish Bank ist damit verstaatlicht sondern fast der gesamte Bankensektor des Inselstaats. Brian Lenihan bekundete, dass man diesen Schritt gehen muss, da man in Irland Banken benötige und wenn der Markt kein Vertrauen mehr in die Banken hat, wie es in den vergangenen Monaten zu beobachten war, müssen diese eben unter staatliche Obhut gestellt werden.

Allerdings kann es kein adäquates Mittel sein alle Banken zu verstaatlichen. Neben der Allied Irish Bank stehen auch die Bank of Ireland, die Anglo Irish Bank und die Irish Nationwide Building Society unter staatlicher Kontrolle. Die Regierung in Dublin hat außerdem eine Bad Bank, die bereits 71 Milliarden an toxischen Papieren aufgekauft hat, eingerichtet, um mittelfristig den Bankensektor wieder konkurrenzfähig zu machen und auf lange Sicht zu entstaatlichen.

Ob es Irland tatsächlich mittelfristig gelingen wird den Bankensektor wieder geschäftsfähig zu machen wird auch im hohem Maße davon abhängen inwiefern es der Inselstaat schafft sein immenses Staatsdefizit von über 30 Prozent zurückzuführen. Derzeit geht man davon aus, dass der Großteil des Staatsdefizits von den hohen Finanzhilfen herrührt, die dem Bankensektor zur Verfügung gestellt wurden.