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Irland: Euro-Rettungsschirm löst Regierungskrise aus

Irland: Euro-Rettungsschirm löst Regierungskrise aus

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Nachdem Irlands Banken jetzt 40 Milliarden Euro brauchen und bei der EU unter den Rettungsschirm wollen, knistert es in der Regierung. Es gibt bereits Bürgerproteste und es wird sogar schon von Neuwahlen gesprochen.

Am heutigen Montag wurden vom grünen Koalitionspartner in der Regierung vorgezogene Neuwahlen in der zweiten Januar-Hälfte angefordert. Mit diesen Wahlen soll für eine politische Gewissheit gesorgt werden nach der Bitte um internationale Hilfe.

John Gormley, Grünen-Chef, meinte, die irischen Wähler seien seit der letzten Woche traumatisiert. Sie würden sich getäuscht und verraten fühlen. Es gab eine noch nie dagewesene Kapitulation und es wurden Rücktrittsforderungen an die Regierung laut. Die Grünen in der irischen Regierung wollen einen Haushaltsplan für die nächsten vier Jahre aufstellen, außerdem wollen sie einen Not-Etat für das Jahr 2011 vorbereiten und das Parlament auflösen.

Irland hatte sehr lange gezögert, ehe es am vergangenen Sonntag Hilfen aus dem EU-Rettungsfonds beantragte, um die Bankenkrise im eigenen Land zu bewältigen.

Milliarden-Bürgschaften für den Finanzsektor hatten das Haushaltsdefizit auf 32 Prozent aufgebläht.