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Irland beschafft sich am Kapitalmarkt 1,5 Milliarden Euro

Irland beschafft sich am Kapitalmarkt 1,5 Milliarden Euro

Die Zeiten in Irland scheinen sehr stürmisch zu sein. Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die irische Regierung weisen eine Krise des Landes weit von sich. Der Kapitalmarkt spricht eine andere Sprache. Irische Staatsanleihen wurden mit Risikozuschlägen belegt.

Das hindert den Inselstaat allerdings nicht eine neue Anleihe zu emittieren. Irland hat gerade Anleihen mit einem Volumen von 1,5 Milliarden Euro auf den Markt geworfen. Diese haben auch reißenden Absatz gefunden.

Die irische Regierung muss das geliehene Geld allerdings teuer bezahlen. Die Anleihe ist mit einer Laufzeit von acht Jahren ausgestattet und kostet Irland 6,023 Prozent Zinsen. Noch vor kurzem musste Irland für die Anleihen 5,088 Prozent Zinsen zahlen.

Die EU erwartet von Irland, dass es sein Schuldenproblem selbst in den Griff bekommt. Die Schulden, die Irland mittlerweile angehäuft hat belaufen sich auf 90 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Mit einer Neuverschuldung, die bei 11,5 Prozent des BIP liegt wird es Irland nicht möglich sein, die Schulden auch nur ansatzweise zu tilgen. Immerhin ist ein positiver Trend zu erkennen, denn noch im vergangenen Jahr lag das Defizit bei 14,5 Prozent. Wann Irland allerdings die Maastricht-Kriterien, die bei drei Prozent des BIP liegen, wieder einhalten kann ist fraglich. Der Euro ist laut EU und IWF nicht in Gefahr.