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Iran: Atomprogramm stockt – Probleme in neuem Reaktor

Iran: Atomprogramm stockt – Probleme in neuem Reaktor

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/jurvetson/3411177352/sizes/m/in/photostream/##jurvetson
Buschehr, das neue Atomkraftwerk im Iran bereitet Probleme. Man könnte sich klammheimlich freuen, wäre die Sache nicht zu ernst. Aus dem Reaktor müssen die Brennstäbe wieder ausgebaut werden, der Reaktor wird zerlegt.

Russische Ingenieure haben empfohlen, vor der Fertigstellung nun die Brennstäbe wieder aus dem Inneren zu nehmen. Es müssten zusätzliche Test und technische Operationen erfolgen. Warum es jetzt zu Schwierigkeiten kommt bleibt das Geheimnis des Iran.

Verschiedene Möglichkeiten dafür kursieren. Einmal könnte der Computerwurm „Stuxnet“ für Unruhe gesorgt haben, es könnte sich auch um ein technisches Problem oder sogar um Sabotage durch Russland handeln, die mittlerweile den atomaren Aktivitäten des Iran auch kritisch gegenüberstehen.

Der Computerwurm Stuxnet hatte vor nicht allzu langer Zeit immerhin 30.000 Computer im Iran befallen und damit wichtige Steuerungssysteme von Industrieanlagen gestört. Der notwendig werdende Stopp durch den Ausbau der Brennelemente ist für den Iran und sein äußerst umstrittenes Atomprogramm allerdings jetzt ein schwerer Rückschlag. Die atomare Bedrohung des Ahmadinedschad ist für einen kleinen Augenblick erfreulicherweise ins Stocken geraten.