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Innovation: Kein Bohren mehr durch den Zahnarzt bei Karies?

Innovation: Kein Bohren mehr durch den Zahnarzt bei Karies?

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/sethw/49218482/sizes/m/in/photostream/##Seth W
Für alle, die Angst haben vor einer Zahnbehandlung, kommt jetzt eine Innovation, die aufhorchen lässt.
In Hamburg hat ein Unternehmen ein Verfahren entwickelt, durch das das Bohren bei Karies nicht mehr nötig ist.

Von der Firma DMB wurde eine Flüssigkeit, skurrilerweise „Icon“ genannt, entwickelt, eine Art flüssiger Kunststoff.

Das funktioniert, indem die Icon-Substanz vom Zahnarzt mit Folien auf die von Karies befallenen Stellen am Zahn aufgetragen wird. Diese Folien sind so dünn, dass sie auch in die Zahnzwischenräume passen, die sehr schwer zugänglich sind.

Die Behandlung – genannt „Kariesinfiltration“ – dauert etwas 20 Minuten. Zuerst wird die oberste Mineralschicht des Zahnes mit einer Art Salzsäure entfernt. Icon dringt dann, weil es sehr flüssig ist, in die kariöse Stelle ein. Dann härtet der Zahnarzt die Flüssigkeit mit einer Tageslichtlampe. Die Struktur wird gefestigt, indem sich das Harz zwischen die kristallförmigen Partikel des Zahnschmelzes setzen.

Zwei kleine Nachteile, die viele sicherlich gerne in Kauf nehmen, gibt es bei dieser Behandlung. Zum einen zahlen die gesetzlichen Krankenkassen nicht, die Behandlung kostet 130 Euro und sie hilft auch nur im Anfangsstadium einer Karies.

Also: Wie bisher immer am besten zweimal prophylaktisch den Zahnarzt aufsuchen!