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Immobilienkonzern Gagfah: Stern und Aktienkurs im schnellen Fall

Immobilienkonzern Gagfah: Stern und Aktienkurs im schnellen Fall

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/adactio/3410668016/sizes/m/in/photostream/##adactio
Früher, bis zum Jahr 2004, konnte man sich noch freuen, Mieter einer Wohnung bei der „Gagfah“ zu sein: Einer staatlichen Wohnungsbaugesellschaft mit guten Mieten, guten Mietern und gutem Image.

Jetzt führt der Immobilienkonzern mit einem Kursminus von mehr als zehn Prozent die Verlustliste im MDax an. Dazu beigetragen haben könnte ein Bericht von „Monitor“, dem bekannten ARD-Magazin, der den Missständen der Renovierungsverweigerung des Konzerns Öffentlichkeit verlieh.

Als Ex-Bundesfinanzminister Hans Eichel die Gagfah an eine Heuschrecke, den amerikanischen Hedgefonds Fortress-Konzern verkaufte, ging es schnell bergab. Die „“Fortress“ kümmert sich nur um eines, um Gewinnmaximierung. Der Heuschrecke geht es nicht um die verheerenden Zustände in ihren Mietwohnungen.

Da gibt es fast überall gesundheitsgefährdenden Schimmel, verrostete Balkons und damit höchst gefährliche Missstände für die Mieter. Beschwerden bringen absolut nichts. Der neue Hedgefonds hat einfach die Aufwendungen für notwendige Sanierungen halbiert. Basta.

Dass die Anleger auf diese unhaltbaren Zustände jetzt reagierten ist positiv zu sehen. Die Gagfah-Aktie notierte mit einem Abschlag von mehr als zehn Prozent am MDax-Ende. Für die Mieter wird es mit dem Fall der Aktie allerdings wohl nicht gerade leichter werden mit den dringend notwendigen Sanierungen. Aber immerhin werden die Missstände jetzt von der Öffentlichkeit endlich wahrgenommen.