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Immer mehr Insolvenzen in Deutschland

Immer mehr Insolvenzen in Deutschland

In Deutschland steigen die Insolvenzen immer weiter an. Das Ausmaß der neuen Insolvenzen nimmt langsam bedrohliche Zügen an, ist aber nur Spiegel einer verfehlten Wirtschaftspolitik und der Finanz- und Wirtschaftskrise.

Zu Jahresbeginn ist die Zahl der Insolvenzen in Deutschland kräftig angestiegen. Alleine im ersten Quartal 2010 wurden in Deutschland 8.230 Insolvenzen bei den Amtsgerichten aus dem Unternehmensbereich angemeldet. Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden hat am Mittwoch mitgeteilt, dass die Firmeninsolvenzen in Deutschland im ersten Quartal 2010 dramatisch zugenommen haben.

Im Vergleich zum ersten Quartal 2009 haben die Unternehmenspleiten damit um 6,7 Prozent zugelegt. Auch im Bereich der Privatinsolvenzen hat das Statistische Bundesamt besorgniserregende Zahlen präsentiert. Hier ist die Steigerung sogar bei 13 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Insgesamt haben 27.236 Privatpersonen Insolvenz anmelden müssen. Wenn die Insolvenzen durch Nachlässe und andere private Schuldner hinzugerechnet werden waren es sogar 42.699 Insolvenzen. Der Anstieg liegt hier bei 9,5 Prozent.

Entgegen des Trends hat die Summe der offenen Forderungen allerdings abgenommen. Derzeit stehen 8,7 Milliarden Euro unbezahlte Forderungen offen. Im Jahr 2009 verzeichnete man noch 9,7 Milliarden Euro unbeglichene Forderungen.