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IG Metall schlägt Alarm – Beschäftigtenrückgang im Schiffsbau

IG Metall schlägt Alarm – Beschäftigtenrückgang im Schiffsbau

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/yetdark/3812616110/sizes/m/in/photostream/##yetdark
Nach Angaben der Gewerkschaft IG Metall wird die Situation bei den deutschen Werften und Zulieferern immer kritischer. Die Branche leidet unter einem drastischen Rückgang der Beschäftigten. Im Vergleich zum vergangenen Jahr seien die Beschäftigtenzahlen um 3,9 Prozent rückläufig.

Insgesamt würden derzeit nur noch 16.760 Personen in der Branche arbeiten. Betrachtet man den Zeitraum seit 2008 wird das ganze Ausmaß des Arbeitsplatzrückgangs deutlich. Ganze 3.800 Arbeitnehmer wurden seit 2008 weniger gezählt. Das sind stolze 18,4 Prozent weniger.

Der deutsche Schiffsbau leidet nicht nur unter einem Mangel an Aufträgen, jetzt kommt auch noch ein Rückgang bei den Beschäftigten hinzu. Jutta Blankau, Bezirksleiterin der IG Metall Küste, hat gesagt, dass der Schiffsbau jetzt erst, zeitversetzt, die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskriese zu spüren bekäme. Sie geht davon aus, dass sich die Situation weiterhin zuspitzen werde, wenn die Hilfen des Deutschlandfonds zum Jahresende auslaufen.

Die IG Metall hat in der Schiffsbaubranche eine Umfrage durchgeführt. Dieser zufolge leidet die Branche besonders unter dem Rückgang der Auftragseingänge. Das Niveau der Auftragseingänge wäre kritisch. Blankau weiß, dass besonders der Containerschiffsbau mit einem massiven Auftragseinbruch zu kämpfen hat. Sie sieht die Chancen im Spezialschiffsbau, Offshore und Umweltschutz.